01Tonalität und Dramatisierungsgrad
ORF und Standard berichten in sachlich-informativem Ton: 'Neues Licht auf seinen Unterricht' und 'Forscher entdeckte'. Demgegenüber arbeiten Heute und eXXpress mit Superlativ-Vokabeln: 'Spektakulärer Fund', 'Verschollene Mozart-Briefe', 'völlig neue Seite'. Während die Linken-Medien den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn in den Vordergrund stellen, inszenieren Boulevard und konservativ-rechte Outlets den Fund als sensationelles Überraschungs-Ereignis.
02Werkbeschreibung vs. emotionale Rahmung
Der Standard nennt konkret: '44-seitige Notenheft mit sieben Stücken für Harfe und Flöte'. ORF erwähnt 'Unterrichtsmaterial' und 'Kompositionsunterricht'. Kronen Zeitung und Heute hingegen sprechen von 'Mozart-Briefen' und einer 'neuen Seite des Musikgenies', ohne Werk-Details zu nennen. Hier deutet sich an, dass Rechts-Medien eher mit mystifizierender Sprache arbeiten, während Links faktischer bleibt.
03Bewertungs-Autorität
EXXpress zitiert Experten-Aussagen ('Experten sprechen bereits vom bedeutendsten Mozart-Fund'), was einen Anschein von Fachkompetenz aufbaut. ORF und Standard nennen die Quelle oder den Entdecker nicht explizit. Kronen und Heute liefern nur Headlines ohne quellengestützte Bewertung. Dies suggeriert bei Rechts-Outlets eine stärkere externe Validierung einer bereits sensationalistischen These.
