01Wortwahl für Kummers Profession
Der Standard und Kurier nennen Christa Kummer dezidiert "ehemalige Wettermoderatorin" oder "Ex-ORF-Wetterpräsentatorin". Heute und Kronen Zeitung verwenden hingegen die lockerer-populäre Bezeichnung "Ex-Wetterfee", die eine leicht humorvolle, informellere Tonalität setzt. Die Presse orientiert sich mit "Ex-ORF-Wetterpräsentatorin" an der sachlicheren Variante. Diese Wortwahl-Unterschiede signalisieren subtile Tonalitäts-Divergenzen zwischen Qualitäts- und Boulevardpresse, nicht aber zwischen ideologischen Lagern.
02Fokus auf Programm-Details
Kurier und Kleine Zeitung nennen Start-Datum (16. Juli) und Start-Ort (Tulln) explizit. Der Standard und Die Presse konzentrieren sich stärker auf die Besetzung und den Modus (Bürgerdialog, Teilnehmer-Zahl). Kronen Zeitung und Heute geben das kleinste Faktum-Set und betonen eher die Tour-Ankündigung als solche. Dies ist jedoch ein Unterschied zwischen etablierter und Boulevard-Berichterstattung, nicht zwischen politischen Lagern.
03Kontextualisierung des Kanzlers
Nur Kronen Zeitung versucht eine Kontextualisierung, indem sie Stocker implizit von FPÖ-Chef Kickl abgrenzt ("kein Volkskanzler") — dies ist aber eine einzelne Stelle und keine durchgehende Rahmenlogik. Alle anderen Medien berichten deskriptiv ohne politische Bewertung. Diese minimale Differenzierung ändert nicht die Grundbotschaft: eine Kanzler-Tour wird angekündigt.
