01Fokus: Disparitäten vs. Ursachen
Der Standard konzentriert sich auf die Divergenz zwischen Schultypen, indem er AHS und HAK-Erfolgsquoten direkt nebeneinanderstellt. Die Presse hingegen rückt die Erfolgsquoten-Steigerung selbst in den Mittelpunkt und erklärt sie durch eine konkrete Schulreform—den Wegfall der verpflichtenden Vorwissenschaftlichen Arbeit. Während der Standard implizit ein Ungleichheitsproblem diagnostiziert, erzählt Die Presse eine Reformerfolgs-Narrative.
02Kontextualisierung
Der Standard verzichtet auf Erklärungen und präsentiert die Zahlen als nackte Disparität. Die Presse benennt explizit einen politischen Grund für die Quote-Steigerung und ordnet damit ein bildungspolitisches Handeln als kausal ein. Dies ermöglicht dem Leser bei Die Presse eine schnellere Interpretationshilfe; beim Standard muss diese selbst hergeleitet werden.
