01Kritik-Adressat und Schuldzuweisung
Der Standard kritisiert primär Googles Geschäftsmodell: Das Unternehmen verstecke Hardware-Anforderungen im Kleingedruckten und zwinge damit Verbraucher zu Neuanschaffungen. Heute hingegen kritisiert nicht das Geschäftsmodell selbst, sondern Googles Produktdesign als strategisches Versagen – das Googlebook könne gegen das MacBook Neo nicht konkurrieren. Während Standard die Geschäftspraktik angreift, fokussiert Heute auf Produkt-Competence.
02Framing als Zwang vs. Wettbewerb
Der Standard verwendet die Sprache von Konsumentenschädigung ('brauchen werden', Kleingedrucktes, begrenzte Device-Kompatibilität). Heute dagegen nutzt Sportmetaphern ('schießt ein Eigentor') und Werbungslogik ('unfreiwillig Werbung für Apple'), was das Problem als Marktversagen deutet. Der Standard sieht Struktur-Missbrauch; Heute sieht Marketing-Ineffizienz.
03Tonalität und Bewertungs-Richtung
Der Standard arbeitet analytisch mit Fakten (Kleingedrucktes, Device-Begrenztheit) und impliziter Kritik an Intransparenz. Heute nutzt Sarkasmus und Schadenfreude ('unfreiwillig Werbung'), was eine Art Triumphieren über Googles Fehlschlag signalisiert. Standard wirkt investigativ; Heute wirkt unterhaltend-kritisch.
