01Tiefe der Berichterstattung
Der Standard liefert mit mehreren Artikeln die umfangreichste Aufarbeitung: Trainer-Hintergrund, Spielphilosophie, Zitate aus dem Team und eine Nachanalyse mit Verweis auf verbleibende Schwachstellen. Kurier und OÖN berichten solide, aber knapper, mit Fokus auf Ergebnis und Torschützin Naschenweng. Heute hingegen reduziert die Story auf eine kurze Jubelmeldung ohne Einordnung — im Kontrast zur mehrteiligen Standard-Aufarbeitung ist der Informationsgehalt deutlich schmaler.
02Personenfokus
Links-Medien (Standard) rücken Lars Söndergaard deutlich in den Mittelpunkt, mit Interview-Zitaten und Bezug auf seine frühere Bundesliga-Erfahrung in Österreich. Mitte-Medien balancieren zwischen Trainer und Spielerinnen, wobei die OÖN Naschenweng als Bayern-Legionärin explizit hervorhebt. Heute nennt Söndergaard nur im Kontext des Debüts, ohne ihn zu charakterisieren.
03Tonalität
Alle Lager berichten positiv, doch der Grad der Euphorie variiert. Heute wählt den emotionalsten Ton ('ÖFB-Frauen jubeln!'). Der Standard formuliert nüchterner und verweist bereits auf 'einige Baustellen'. Kurier spricht von 'Befreiungsschlag', was eine vorangegangene Drucksituation impliziert, während die OÖN mit 'extrem erleichtert' ein ähnliches Signal setzt. Die Grundstimmung ist über alle Lager hinweg positiv, die Nuancierung unterscheidet sich minimal.
