01Historischer Bezugsrahmen
Der Standard und Die Presse bringen explizit den Vergleich zum Status quo vor 2012 (300–400 vs. 1.900 Teilnehmende), was die Reform als erfolgreich narativiert. Die OÖ Nachrichten und der Kurier nehmen diesen historischen Anker nicht auf und bleiben rein im aktuellen Berichtsjahr. Diese Unterscheidung ist jedoch nicht lagergebunden, sondern folgt eher redaktioneller Ausführlichkeit: Der Standard nutzt den Vergleich zur Kontextualisierung, Die Presse präzisiert zusätzlich mit statistischen Anteilen (zwei Drittel Frauenanteil).
02Geografische und sektorale Spezifizierung
Der Kurier hebt heraus, dass das Rettungswesen der häufigste Einsatzbereich ist; Die Presse und Der Standard lassen diese Detailinformation weg. Dies ist kein ideologischer Unterschied, sondern eine Auswahl nach Nachrichtenrelevanz. Keine Lager-Divergenz erkennbar.
03Tonalität und Dramatisierung
Alle Medien nutzen identische oder nahezu identische Überschriften ("wird immer beliebter") und halten einen neutralen, informierenden Ton. Auch das Adjektiv "deutlich" (Die Presse) vs. präzise Zahlenangaben unterscheidet sich nicht nach Lager, sondern nach Redaktionsstil. Keine messbare Frame-Divergenz.
