01Fokus der Berichterstattung
ORF und Der Standard stellen die Konsumentenschutz-Perspektive und die Reaktion heimischer Handelsketten in den Vordergrund. Kurier und OÖ Nachrichten listen betroffene Produktkategorien präzise auf, ohne Wertung. Die Presse hingegen ergänzt als einziges Medium den europäischen Testrahmen — vier Länder, 64 Produkte — und die konkrete Grenzwertüberschreitung bei vier Produkten, was dem Bericht mehr analytische Tiefe verleiht. Kronen Zeitung und Servus TV beschränken sich auf die Kerninformation ohne zusätzlichen Kontext.
02Tonalität
Über alle Lager hinweg ist die Tonalität auffallend gleichförmig sachlich. Weder Links-Medien noch Boulevard-Medien wie die Kronen Zeitung greifen zu Alarmsprache oder Empörungsrahmen. Die Presse verwendet mit 'Vorsicht bei Reis, Tee und Paprikapulver' einen leicht konsumentenwarnenden Ton, während ORF und Standard mit 'gefunden' und 'nachgewiesen' nüchterner formulieren — der Unterschied ist stilistisch minimal.
03Kontextualisierung
Die Presse liefert mit der Nennung der Gesamtzahl getesteter Produkte (64) und der Grenzwertüberschreitungen (vier Produkte) den dichtesten Zahlenkontext. ORF und Kurier verweisen auf die Supermarkt-Reaktionen, was einen leichten Schwerpunkt auf Systemverantwortung setzt. OÖ Nachrichten und Kronen Zeitung bleiben bei den Rückstandszahlen (30 Nachweise, zehn Produkte), ohne weiterführende Einordnung. Servus TV lässt auf Basis des Snippets jeglichen Kontext vermissen.
