01Politische Kritik vs. Sachliche Expertise vs. Chancen-Narrativ
Der Standard positioniert Forschende als kritische Stimmen gegen politische Sparmaßnahmen und nutzt ein Alarmierungsframe ("doppelt zahlen morgen"). Der Kurier lässt einen Experten Fakten zur CO2-Speicherung erläutern, ohne die politische Budgetdebatte zu adressieren — Fokus auf wissenschaftliche Differenzierung. Heute umgeht die Problematisierung völlig und präsentiert Klimapolitik als Job-Engine, ein durchweg positives Framing ohne Spannungen.
02Adressaten und Tonalität
Der Standard spricht politische Entscheidungsträger an (implizite Schuldzuweisung für Einsparungen). Der Kurier adressiert Leser, die an wissenschaftlichen Details interessiert sind (neutral, erklärend). Heute spricht junge Menschen und Eltern an (inspirierend, zukunftsorientiert). Die Tonalität divergiert von warnend über faktisch zu motivierend.
03Kontextualisierung des Klimathemas
Links rahmt Klimapolitik als Haushaltsfrage mit Langzeitfolgen. Mitte rahmt es als technische und wissenschaftliche Frage. Rechts rahmt es als Arbeitsmarktfrage. Alle drei adressieren Klimawirklichkeit, aber über völlig unterschiedliche Eingangsporte — es handelt sich nicht um divergente Frames der gleichen Geschichte, sondern um drei separate Geschichten.