01Pressefreiheit und SLAPP-Klagen
Linke Medien (Standard, ZackZack, Falter) machen SLAPP-Klagen gegen kritische Medien zum zentralen Thema und prangern die Regierung (ÖVP) an, keine Schutzgesetze zu schaffen. ZackZack dokumentiert explizit Kosten und Existenzbedrohung, Falter kritisiert die Gesetzeslücke bei »Like«-Klagen. Zentrumsmedien und Rechts-Medien erfassen dieses Thema entweder gar nicht oder marginal – für Rechts-Medien ist es irrelevant.
02Dramatisierung und Wortwahl bei Gewaltverbrechen
Rechts-Boulevardmedien (Krone, oe24, Heute, eXXpress) nutzen reißerische Ausdrücke wie »Foltergeneral«, »Horror-Prozess«, »Kranke Justiz« und »milde Urteile«, um Empörung zu schüren. Zentrumsmedien (Kurier, Salzburger Nachrichten) verwenden sachliche, informative Überschriften. Linke Medien (Standard) berichten zu denselben Fällen mit rechtlicher Genauigkeit und ohne emotionalisierende Begriffe.
03Migration und Kontextualisierung von Straftaten
eXXpress (rechts) verknüpft Sexualdelikte explizit mit Migrationshintergrund (»Afghane«, »Syrer, Iraker«) und fragt rhetorisch nach Statisiken; Info-Direkt kritisiert ÖVP-Kommunikation auf Social Media. Zentrumsmedien nennen Herkunftsangaben sachlich nur, wenn relevant (z.B. »aus Schweden anreist«). Linke Medien ignorieren Herkunftsmerkmale wenn nicht justizrelevant.
04Social-Media-Verbote: Policy-Fokus vs. Kritik
Zentrumsmedien (Kurier, ORF) berichten zu geplanten Social-Media-Verboten sachlich mit Für und Wider, zitieren Politikerinnen und Jugendliche ausgewogen. eXXpress (rechts) kritisiert die »Klarnamenpflicht« und warnt vor Überregulierung. Linke Medien thematisieren das Verbot seltener, fokussieren stattdessen auf Schäden (»Generation Porno«, australisches Scheitern).
05Urteils-Bewertung und Justizzustand
eXXpress (rechts) konstatiert »milde Urteile« für Sexualtäter und spricht von »Justiz-Systemfehlern«; verwendet Bewertungssprache. Standard und Kurier (Mitte) zitieren Urteile sachlich mit Haftdauer und Begründung. Falter und ZackZack diskutieren Justiz nur im Kontext von SLAPP-Klagen und Medienrecht, nicht zu Strafmaßen.
