01Fokus auf Täter vs. Opfer-Agency
Der Standard und Kurier zentrieren die Berichterstattung auf die Handlung des Assistenten (Verabreichung von Ketamin-Dosen), womit die strafrechtliche Verantwortlichkeit des Täters im Mittelpunkt steht. Die Krone hingegen zitiert Perry mit "Spritz mir eine Große", was seine aktive Anforderung und somit eine geteilte Verantwortung für den Drogenkonsum suggeriert. Diese Rahmung verschiebt die moralische und juristische Schwerpunktlegung vom Täter teilweise auf das Opfer.
02Journalistische Sachlichkeit vs. emotionale Dramatisierung
Standard und Kurier bleiben in ihrer Wortwahl neutral und faktisch: 'verabreicht', 'Narkosemittel', 'Haftstrafe'. Die Krone nutzt dagegen die Formulierung 'Perry vor seinem Tod' und das umgangssprachliche Zitat, um emotionale Nähe zum Verstorbenen herzustellen und die Geschichte als menschliches Drama zu rahmieren, nicht als juristische Routine.
03Informationsdichte zu Urteilsdetails
Der Standard liefert die konkrete Zahl der verabreichten Dosen (25+), was das Ausmaß der Schuld greifbar macht. Der Kurier nennt das exakte Strafmaß (drei Jahre, fünf Monate), das aussagekräftigste Urteilsmerkmal. Die Krone verzichtet auf beide Präzisierungen und konzentriert sich auf das emotionale Zitat, wodurch juristische Transparenz reduziert wird.