01Konflikt-Rahmung
Der Standard framt das Thema als direkten Machtkampf zwischen Arbeitern und Arbeitgebern, wobei Blockaden von Angestellten als aktive Widerstands-Strategie dargestellt werden. Heute hingegen rahmt die Story als abstrakte Online-Debatte ohne klare Konflikt-Parteien ein ('heftige Diskussion entbrannt'), was die Kontroverse eher als gesellschaftliche Meinungsverschiedenheit denn als strukturellen Arbeitskonflikt präsentiert. Die Kronen Zeitung weicht ganz ab und verbindet SB-Kassen mit Preis-Vergleichen, wodurch das Arbeitsmarkt-Thema sekundär wird.
02Akteursperspektive
Der Standard fokussiert auf Angestellte als handelnde Subjekte ('Blockieren Angestellte'), was eine Macht-Agentur impliziert. Heute nennt keine Akteure explizit, sondern bezieht sich auf abstrakte 'Netz'-Diskussion, was Verantwortlichkeit diffus hält. Die Kronen Zeitung ignoriert die Arbeitsebene völlig und konzentriert sich auf Konsumenten-Vergleiche.
03Dramatisierung
Der Standard nutzt den Begriff 'Machtkampf', was eine konfrontative, fast antagonistische Tonalität setzt. Heute bedient sich mit 'hitzige Debatte' und 'heftig' ähnlicher Dramatik, aber ohne konkrete Konflikt-Parteien. Die Kronen Zeitung vermeidet emotionale Sprache ganz und arbeitet mit Faktizität ('teurer', 'Aufschlag').
