01Tonalität und Dramatisierung
Standard, Kurier und Die Presse berichten durchgehend nüchtern und ohne emotionale Aufladung. Die Krone hingegen rückt das Fluchten der Anwohner explizit in den Vordergrund ('Anwohner flüchteten'), was eine leicht dramatischere Lesart erzeugt. oe24 wählt mit 'Supervulkan erschüttert Neapel' eine kompaktere, auf Aufmerksamkeit zielende Formulierung, bleibt inhaltlich aber im gleichen Faktenkern. Heute verwendet im relevanten Artikel den Begriff 'Menschen flüchten aus Häusern', was gegenüber den Mitte-Medien eine stärkere Handlungs- und Betroffenheits-Sprache darstellt.
02Kontextualisierung des Supervulkans
Alle Medien verwenden den Begriff 'Supervulkan' als zentrales Identifikationsmerkmal der Region, wobei die OÖ Nachrichten als einziges Medium diesen Begriff in Anführungszeichen setzt und damit eine leichte Distanzierung vom sensationalistischen Potenzial des Ausdrucks signalisiert. Standard und Kurier übernehmen den Begriff unmarkiert. Eine geologische Einordnung oder Risikoeinschätzung nimmt kein erfasstes Medium vor.
03Schadensbilanz und Entwarnung
Standard und Kurier kommunizieren das Ausbleiben von Schäden und Verletzten klar und explizit im Snippet, was die Entwarnung als journalistischen Schwerpunkt setzt. Krone und Heute betonen demgegenüber primär die Reaktion der Bevölkerung (Flucht aus Häusern) und erwähnen die Schadensbilanz erst nachrangig, was eine leicht andere Gewichtung erzeugt, ohne den Faktenkern zu verändern.