01Framing durch Personalisierung vs. künstlerisches Profil
Der Standard wählt die Headline "Wer sind die Regisseurinnen?" und ankert die Story als Porträt-Reportage, die individuelle künstlerische Ansätze beleuchtet. Heute hingegen subsumiert die drei Filmschaffenden unter die Kategorie "Frauen-Power" und "Frauenquote", wobei die Regisseurinnen primär als Vertreterinnen einer Quote fungieren, nicht als eigenständige künstlerische Stimmen.
02Kontextualisierung des Festival-Erfolgs
Der Standard dokumentiert sachlich die Präsenz im Wettbewerb und "Un Certain Regard" als Fakten. Heute wertet die Präsenz als aktives "Hochhalten" einer Quote und "starke Vertretung", was impliziert, dass Quantität von Frauen ein Erfolgs-Indikator für Österreich ist, statt die künstlerische Qualität oder Konkurrenzfähigkeit zu bewerten.
