01Schlagzeilen-Framing
Standard, Kleine Zeitung, Kurier und OÖ Nachrichten verwenden nahezu identische Formulierungen rund um 'Mehrheit der Spitzenverdiener kommt aus dem FPÖ-Klub'. Die Tiroler Tageszeitung und Die Presse ergänzen das Geschlechts-Merkmal ('männlich') bereits in der Headline, während die Kronen Zeitung demgegenüber die absolute Einkommenssumme ('mehr als 22.000 Euro') in den Vordergrund rückt — was den Befund emotionaler erscheinen lässt, ohne die Partei-Zuordnung wegzulassen.
02Detailtiefe und Kontextualisierung
Die Presse liefert laut Snippet den breitesten Kontext: Sie nennt die Gesamtzahl der gemeldeten Nebenjobs (265), erwähnt die Grünen als Schlusslicht und das Gender-Ungleichgewicht explizit. Standard und OÖ Nachrichten nennen die Kerndaten (14 von 183, neun aus der FPÖ), verzichten aber auf weiterführende Einordnung. Der ORF berichtet in diesem Cluster gar nicht über die Nebeneinkünfte, sondern über den Bundesratsvorsitz-Wechsel in Vorarlberg — ein thematisch anderer Artikel, der hier nicht direkt vergleichbar ist.
03Personalisierung vs. Systemblick
Kein Outlet personalisiert die Story auf einzelne Abgeordnete (zumindest nicht in den erfassten Snippets). Alle Medien verbleiben auf der Ebene von Partei-Aggregaten. Die Presse nähert sich mit dem Gehaltsrechner-Artikel ('Gehören Sie zu den Topverdienern?') einer Leser-Personalisierung, die thematisch anknüpft, aber einen anderen Frame setzt — Eigenbetroffenheit statt politische Kritik.
