01Perspektivierung des Falls
Der Standard rahmt die Geschichte als Konsumenten-Konflikt: Eine Touristin bitte um Leitungswasser, wird abgelehnt, klagt und scheitert. OÖ Nachrichten und Kurier hingegen präsentieren das Urteil als institutionelle Rechtsklarstellung, bei der das oberste Gericht eine generelle Regel für Hotels und Restaurants festlegt. Die Presse bleibt faktisch-neutral und nennt nur das Gericht und die Feststellung, ohne die menschliche Dimension hervorzuheben.
02Tonalität und Verbraucher-Emphase
Der Standard nutzt die Wortwahl 'stattdessen gab es teure Flaschen' und 'scheiterte', was impliziert, dass die Touristin ungerecht behandelt wurde. Kurier und OÖ Nachrichten verwenden neutralere Konstruktionen wie 'keinen Anspruch' und 'liegt im Ermessen des Betriebs', die die Hotel-Position legitim erscheinen lassen. Die Presse setzt das Wort 'stellt fest' und verstärkt damit die Autorität des Urteils statt dessen Konfliktcharakter.