01Behörden-Dynamik und Verfahrenskonflikt
Der Standard thematisiert die Entscheidung der OStA Wien, eine Diversion zu verbieten, und rückt damit einen Behördenkonflikt in den Fokus. Die Presse und oe24 berichten hingegen vom Ergebnis der Diversion, ohne diese Verweigerung zu erwähnen. Für Standard-Leser entsteht das Narrativ einer behördlichen Hürde, die überwunden wurde; für Presse-Leser ist dies ein Verfahren, das mit Standardkonsequenzen endet.
02Laufende Ermittlungen und Folgeverfahren
Standard erwähnt explizit, dass die WKStA gegen weitere Ex-Sobotka-Mitarbeiter ermittelt, und stellt damit einen breiteren Ermittlungskontext her. Rechts- und Mitte-Medien konzentrieren sich auf den aktuellen Falschaussageprozess und ignorieren diese Parallelverfahren, was das Narrative auf eine isolierte Justizgeschichte reduziert.
03Psychologische Kontextualisierung der Angeklagten
Standard erwähnt in einer Headline, dass Nervosität und Angst Gründe für die Falschaussage waren, und humanisiert damit die Angeklagten. Die Presse und oe24 nennen diese Gründe nicht und stellen die Falschaussage als faktische Schuld dar, ohne psychologische Erklärung.