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Live·Aktualisiert 10.7.2026·zuerst: eXXpress·wirtschaft

Schock-Studie: Österreichs Verwaltung so teuer wie fast nirgendwo in der EU

Worum geht's

NEOS-Staatssekretär Josef Schellhorn präsentierte am Donnerstag in Wien den ersten Entbürokratisierungsbericht Österreichs. Eine begleitende Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria beziffert die jährlichen Bürokratiekosten auf bis zu 20 Milliarden Euro und sieht entsprechendes Wachstumspotenzial durch Reformen. Schellhorn bezeichnete den Bericht als Grundlage für konkrete Maßnahmen und betonte, er wolle 'liefern'. Die FPÖ wies den Bericht als 'wertloses Papier' zurück. Zudem berichtete eXXpress über ein fehlerreiches Instagram-Posting Schellhorns, das der Staatssekretär mit 18 Rechtschreibfehlern in sieben Sätzen veröffentlicht haben soll.

Schock-Studie: Österreichs Verwaltung so teuer wie fast nirgendwo in der EU
BildeXXpress
So rahmen die Lager
Links

Der Standard hebt die Herkunft der Studie aus Schellhorns eigenem Büro hervor und stellt damit implizit die Unabhängigkeit der Datenbasis in Frage, ohne die Reformabsicht grundsätzlich zu verwerfen.

Mitte

Mitte-Medien berichten nüchtern und ereignisorientiert: Sie transportieren Schellhorns Kernanliegen, die 20-Milliarden-Zahl und den Anspruch auf Evidenzbasierung ohne nennenswerte Einordnung oder Kritik.

Rechts

eXXpress verbreitet parallel zwei delegitimierende Narrative — FPÖ-Fundamentalkritik am Bericht und die Rechtschreib-Panne — während Boulevard-Medien (Krone, oe24, Heute) weitgehend sachlich berichten.

47 · Mittlere SpaltungSehr hohe Konfidenz·9 Medien
1 L4 M10 R
Blinder Fleck

Kein Lager thematisiert unabhängige Reaktionen von Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften oder Verfassungsexperten auf den Bericht.

KI-Frame-Analyse · verifiziert gegen Originalartikel
So unterscheiden sich die Lager

01Fokus der Berichterstattung

OÖN, Kurier, Salzburger Nachrichten und Die Presse konzentrieren sich auf den sachlichen Kern: Schellhorns Präsentation, die EcoAustria-Studie und die 20-Milliarden-Zahl. Der Standard hingegen rückt die institutionelle Nähe der Studie zu Schellhorns Büro in den Vordergrund und gibt dem Bericht damit einen kritischeren Rahmen. eXXpress wiederum veröffentlicht gleich drei Artikel, die neben der sachlichen Meldung gezielt auf die Rechtschreib-Panne und die FPÖ-Kritik abheben — eine Themenauswahl, die den Reformanspruch des Staatssekretärs diskreditiert.

02Tonalität gegenüber Schellhorn

Kurier, Die Presse und die Salzburger Nachrichten übernehmen Schellhorns Eigenaussage 'Ich will liefern' als Headline oder Lead, was eine tendenziell wohlwollende Rahmung erzeugt. Der Standard ist zurückhaltender und stellt durch die Formulierung 'Studie aus Schellhorns Büro' eine kritische Distanz her. eXXpress verwendet demgegenüber explizit pejorative Begriffe wie 'Schreib-Blamage' und 'peinliche Panne' sowie das FPÖ-Zitat 'wertloses Papier', ohne diese redaktionell zu kontextualisieren.

03Einbindung politischer Gegenkritik

Die meisten Mitte-Medien blenden politische Reaktionen — insbesondere die FPÖ-Kritik — weitgehend aus und behandeln die Pressekonferenz als Regierungsereignis. eXXpress hingegen widmet der FPÖ-Reaktion einen eigenständigen Artikel mit der Formulierung 'rechnet gnadenlos ab', was dem Konflikt erheblich mehr Gewicht verleiht. Der Standard thematisiert die parteipolitische Dimension indirekt über den Hinweis auf die institutionelle Nähe der Studie, nicht über direkte Oppositionszitate.

04Umgang mit der Rechtschreib-Panne

Ausschließlich eXXpress berichtet über das angeblich fehlerhafte Instagram-Posting Schellhorns und wertet es als 'Blamage', die 'Kritikern neue Munition' liefere. Alle anderen Medien — links, mitte und rechts-Boulevard — lassen diesen Aspekt vollständig unerwähnt. Dies ist ein klares Beispiel für selektive Thematisierung: eXXpress nutzt ein Randdetail, um den Staatssekretär zu personalisieren und zu beschädigen, während der inhaltliche Reformanspruch dadurch in den Hintergrund tritt.

Wer hat zuerst berichtet

Zeitachse · 15 Medien
  1. eXXpress

    15:00

    Zuerst
  2. Kurier

    16:00

    +5 T
  3. eXXpress

    18:15

    +5 T
  4. Die Presse

    10:00

    +6 T
  5. Die Presse

    10:00

    +6 T
  6. oe24

    10:02

    +6 T
  7. Kurier

    10:05

    +6 T
  8. OÖ Nachrichten

    10:54

    +6 T
  9. Der Standard

    11:02

    +6 T
  10. Kronen Zeitung

    11:14

    +6 T
  11. Heute

    11:17

    +6 T
  12. Salzburger Nachrichten

    13:00

    +6 T
  13. eXXpress

    14:14

    +6 T
  14. eXXpress

    05:00

    +7 T
  15. eXXpress

    07:00

    +7 T

15 Artikel

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