01Bewertung der Eröffnungsrevue
Falter urteilt, 'Das beste Stück aller Zeiten' halte sein Versprechen 'leider nicht' und lasse das Festival 'seltsam klein aussehen'. Der Standard spricht von einer 'sympathischen, aber zahmen Rückschau-Revue'. Demgegenüber rahmt die Kronen Zeitung dasselbe Stück als 'Liebeserklärung' Raus an das Festival, ohne nennenswerte Kritik. Die Presse positioniert sich dazwischen, indem sie Raus Ansatz zwar beschreibt, aber mit dem Begriff 'Geister rufen' eine gewisse Ambivalenz andeutet.
02Tonalität der Festwochen-Berichterstattung
Falter und Standard dominieren die Berichterstattung mit ausführlichen Theaterkritiken, die explizit Urteile fällen und Qualitätsmängel benennen. Der Kurier folgt mit gemischten, aber argumentierten Rezensionen. Heute und oe24 hingegen beschränken sich auf kurze, stimmungshafte Ankündigungen ohne kritische Wertung — oe24 titelt etwa 'Wien im Kulturrausch' und setzt auf emotionale Rahmung statt inhaltliche Auseinandersetzung.
03Thematische Breite
Links-Medien, vor allem der Falter, gehen deutlich über die Festwochen hinaus und berichten parallel über Kinokulinarik, Neueröffnungen und Kulturjubiläen, also eine breite Kulturbegleitung. Rechts-Medien wie Die Presse und die Krone ergänzen mit Ausstellungstipps und Gartenstrecken, die thematisch weniger mit den Festwochen zusammenhängen. Mitte-Medien wie der Kurier konzentrieren sich stärker auf die Festwochen-Produktionen selbst.
