01Täter-Attribuierung
Der Standard benennt die Houthis als regionale Akteure mit iranischer Unterstützung, ohne sie direkt für den Hormus-Angriff verantwortlich zu machen. Der Kurier hingegen zitiert US-Medien, die explizit die iranischen Revolutionsgarden als Urheber des Tanker-Angriffs nennen — als einziges österreichisches Medium mit dieser konkreten Zuschreibung. Die Presse und oe24 lassen die Täterfrage in ihren knappen Meldungen offen.
02Thematische Einbettung
Standard und Kurier behandeln beide Vorfälle — Hormus und Jemen-Küste — als zusammenhängendes Spannungsfeld im Nahen Osten. Die Kronen Zeitung ordnet den Jemen-Angriff hingegen in einen breiteren Kontext von Piraten- und Seeräuberei-Aktivitäten ein und platziert einen separaten Bericht über Somalia-Piraterie, was den Eindruck eines allgemeinen maritimen Sicherheitsproblems statt eines geopolitischen Konflikts erzeugt. Die Presse konzentriert sich auf die Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz.
03Faktendichte und Detailgrad
Der Standard liefert den meisten Kontext, darunter den Verweis auf die britische Sicherheitsbehörde UKMTO und die Houthi-Kontrolle über Hodeidah. Der Kurier ergänzt den Hinweis auf Feuer an Bord sowie die Iran-Attribuierung. Die Presse, oe24 und Krone beschränken sich auf sehr knappe Meldungen ohne weiterführende Einordnung, was auf eine reine Erstmeldungs-Berichterstattung hindeutet.