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Live·Aktualisiert 25.8.2026·zuerst: oe24·eu

AfD-Chefin in Wien: "Wenn die FPÖ in Österreich gewinnt, …"

Worum geht's

AfD-Chefin Alice Weidel besuchte Wien und ließ ihr ZDF-Sommergespräch auf eigenen Wunsch in der österreichischen Bundeshauptstadt stattfinden. Im Interview sprach sie sich für einen Euro-Ausstieg, einen Rückzug aus Schengen sowie eine Abkehr vom Klimaschutz aus. Sie traf sich zudem mit FPÖ-Politikerinnen und -Politikern, darunter Susanne Fürst und Christian Hafenecker, um Einblicke in die Regierungspraxis der FPÖ zu gewinnen. Weidel bezeichnete die FPÖ explizit als Vorbild für die AfD und lobte unter anderem die steirische Landesregierung unter FPÖ-Chef Mario Kunasek.

So rahmen die Lager
Links

Der Standard betont den ideologischen Charakter des Besuchs: Weidel hole sich Rezepte für 'radikales Regieren' und wird explizit als 'Klimaschwurblerin' bezeichnet. Die Nähe zwischen FPÖ und AfD wird als besorgniserregendes Muster dargestellt.

Mitte

Kurier und OÖN berichten sachlich über die inhaltlichen Positionen Weidels und den ungewöhnlichen Schauplatz des Interviews, ordnen aber auch die Radikalität der AfD kritisch ein. Der Kurier spricht von einer 'in Teilen rechtsextremen' AfD.

Rechts

eXXpress und oe24 berichten neutral bis wohlwollend über Weidels Lob für die FPÖ und ihre politischen Forderungen, ohne kritische Einordnung. Die Presse beleuchtet Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Parteien analytisch.

54 · Mittlere SpaltungSehr hohe Konfidenz·6 Medien
3 L4 M3 R
Blinder Fleck

Links lässt inhaltliche Differenzen zwischen FPÖ und AfD weitgehend aus. Rechts fehlt eine kritische Einordnung von Weidels Extrempositionen zu Euro und Schengen.

KI-Frame-Analyse · verifiziert gegen Originalartikel
So unterscheiden sich die Lager

01Tonalität gegenüber Weidel

Der Standard verwendet explizit abwertende Begriffe wie 'Klimaschwurblerin' und 'Flachzangen' (als Weidel-Zitat über Koalitionspartner), während eXXpress und oe24 neutral bis anerkennend über 'scharfe Ansagen' und 'Lob für die FPÖ' berichten. Der Kurier nimmt eine mittlere Position ein: Er beschreibt Weidels Rhetorik als 'Brachial-Rhetorik' und die AfD als 'in Teilen rechtsextrem', ohne jedoch in die Polemik des Standard zu verfallen. Die Presse hingegen hält einen analytischen Ton bei und verzichtet auf wertende Adjektive.

02Rahmung des Wien-Besuchs

Der Standard rahmt den Besuch als gezieltes Bemühen um Erfahrung mit 'radikalem Regieren' und stellt die FPÖ-AfD-Verbindung als politisch problematisch dar. Demgegenüber behandelt eXXpress den Besuch als regulären Politiktermin mit positivem Ausgang für die FPÖ. Der Kurier und die OÖN nehmen eine mittlere Position ein: Sie bezeichnen die Verlegung des Interviews nach Wien als 'ungewöhnlich', aber nicht als skandalös, und berichten sachlich über die Inhalte.

03FPÖ-AfD-Nähe

Die Presse leistet die differenzierteste Analyse, indem sie sowohl Gemeinsamkeiten als auch 'manche Unterschiede' zwischen FPÖ und AfD benennt. Der Standard betont dagegen primär die Gemeinsamkeiten und stellt die FPÖ als 'Lehrmeister' dar, was die Verbindung als einseitige Abhängigkeit erscheinen lässt. eXXpress und oe24 präsentieren Weidels Lob für die FPÖ ohne kritische Distanz, während der Kurier in seiner Glosse anmerkt, dass die AfD punkto Radikalität 'schon nicht mehr zu übertreffen' sei — was die AfD als noch extremer als die FPÖ positioniert.

04Inhaltliche Positionen Weidels

OÖN und Kurier berichten am vollständigsten über die konkreten Forderungen Weidels — Euro-Ausstieg, Schengen-Ausstieg, Klimaschutz-Ablehnung — ohne diese stark zu werten. Der Standard erwähnt dieselben Inhalte, bettet sie aber in einen Frame ein, der Weidels Glaubwürdigkeit in Frage stellt. eXXpress hebt Weidels Migrationspolitik-Kritik besonders hervor und referiert ihre Aussagen weitgehend unkritisch, ohne die wirtschaftlichen oder außenpolitischen Implikationen eines Euro- oder Schengen-Ausstiegs zu thematisieren.

Wer hat zuerst berichtet

Zeitachse · 10 Medien
  1. oe24

    05:06

    Zuerst
  2. Der Standard

    06:47

    +2 h
  3. eXXpress

    07:55

    +3 h
  4. Kurier

    10:27

    +5 h
  5. Der Standard

    10:30

    +5 h
  6. Der Standard

    14:27

    +9 h
  7. Die Presse

    15:02

    +10 h
  8. Kurier

    16:00

    +11 h
  9. OÖ Nachrichten

    17:01

    +12 h
  10. Kurier

    12:24

    +1 T

10 Artikel

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