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Live·Aktualisiert 5.6.2026·zuerst: Der Standard·kultur

Wenders zu Nacktszene mit Kinski: Würde ich nie mehr machen

Wenders zu Nacktszene mit Kinski: Würde ich nie mehr machen
BildDer Standard

Links kritisiert Wenders' Beharren auf künstlerischer Kontrolle als Egoismus gegenüber dem Schutz eines ausgebeuteten Kindes; Rechts nicht erfasst.

Worum geht's

Im Streit um eine Nacktszene mit der damals 13-jährigen Nastassja Kinski in Wim Wenders' Film «Falsche Bewegung» (1975) fordert die Schauspielerin seit Jahren, die Szene zu schneiden. Nach öffentlicher Kritik durch Feministin Alice Schwarzer und Unterstützung durch Kulturkritiker wie Schwarzer zog Wenders den Film vorerst aus dem Verkehr. Kinski bestätigte auf Instagram, dass sie die Entfernung der Szene fordert, Wenders hatte sich zunächst geweigert.

29 · Leichte SpaltungHohe Konfidenz·5 Medien
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Blinder Fleck

Rechts-Medien berichten nicht. Fehlende Perspektive: juristische Dimension (Eigentumsrechte des Regisseurs, Vertragslagen), künstlerische Verteidigungsargumente Wenders' über die bloße Faktenmeldung hinaus.

KI-Frame-Analyse · verifiziert gegen Originalartikel
So unterscheiden sich die Lager

01Moralisierung vs. Sachlichkeit

Der Standard und Falter nutzen bewertende Sprache: «Hohn für Nastassja Kinski», «Regie-Ego sollte zurückstecken» sind explizit normativ. Der Falter spricht von Wenders als «Hüter des Filmerbes», der sich «aufspielt» — eine Demontage seiner Position. Demgegenüber halten OÖ Nachrichten, Kurier und Kleine Zeitung sich an reine Faktenberichte: «Nach Kritik zog Wenders Film zurück», «Kinski meldete sich zu Wort». Keine Wertungen der Person oder ihrer Motive, nur Handlungsfolgen.

02Fokus auf Täterperspektive vs. Opferperspektive

Links-Medien gewichten stark Kinski als handelndes Subjekt, das jahrelang fordert und nun zu Recht Erfolg hat: «Kinski fordert seit 15 Jahren», «eine Chance für den Autorenfilm». Der Standard widmet mehrere Artikel Kinski und ihrer Position. Mitte-Medien berichten zwar auch von Kinski, aber neutral im Newsflow: Sie wird erwähnt, hat sich «zu Wort gemeldet», kritisiert «jahrelange Untätigkeit». Wenders wird weniger als Täter dargestellt, sondern als eine Partei in einer Debatte, die reagiert hat.

03Kontextualisierung von Ausbeutung

Der Standard und Falter arbeiten implizit mit einem Ausbeutungs-Narrativ: Ein Regisseur mit Macht über ein 13-jähriges Kind, das später darunter leidet. Das wird durch Wiederholung der Altersangabe («13-Jährige», «13-jähriger Ichs») verstärkt und durch Begriffe wie «Untätigkeit» und «Egoismus» skandalisiert. Mitte-Medien nennen die Alterszahl auch, aber eingebettet in reine Faktendarstellung, ohne emotionale oder strukturelle Kontextualisierung der Macht- oder Schutzfrage.

04Narrative Abwicklung und Triumph

Links-Medien konstruieren eine Erfolgsstory für Kinski: «erste Erfolg», «vorerst zurück» deuten an, dass Recht sich durchsetzt. Falter und Standard sprechen von Eskalation und Sieg. Mitte-Medien berichten Handlung neutral: «zieht Film zurück» als Reaktion, «hat sich zu Wort gemeldet» ohne Dramatisierung des Ausgangs als Sieg oder Niederlage.

Wer hat zuerst berichtet

Zeitachse · 11 Medien
  1. Der Standard

    21:04

    Zuerst
  2. Falter

    15:00

    +4 T
  3. OÖ Nachrichten

    07:38

    +4 T
  4. Der Standard

    08:08

    +4 T
  5. Der Standard

    14:06

    +5 T
  6. Kurier

    15:38

    +5 T
  7. Der Standard

    04:00

    +5 T
  8. OÖ Nachrichten

    16:13

    +6 T
  9. OÖ Nachrichten

    09:53

    +7 T
  10. Der Standard

    14:05

    +7 T
  11. Kleine Zeitung

    14:30

    +7 T

11 Artikel

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