01Detaillierungsgrad und Kontextualisierung
Der ORF bietet in seiner Berichterstattung explizit die Namen aller Beteiligten (Greenpeace als Anzeiger, Dorner als Angeschuldigter, Staatsanwaltschaft Eisenstadt als Behörde) sowie räumliche und sachliche Kontextinformation (Steinbruch Pilgersdorf, Katastrophenübung). Der Kurier konzentriert sich demgegenüber auf das minimale Faktum (Entscheidung und Causa) ohne zusätzliche Kontextualisierung, was die Story zwar schneller erfassbar, aber weniger informativ macht. Die Krone stellt nur Headline und Subheadline bereit, was auf Platzsparen hindeutet.
02Tonalität und journalistische Gewichtung
Alle drei Medien verwenden nüchterne, nicht-bewertende Sprache, die einer Faktenmeldung entspricht. Weder Vorwurf noch Entlastung wird dramatisiert. Dies spiegelt die Natur des Sachverhalts wider: eine schlichte Behördenmitteilung ohne Konfliktpotenzial. Unterschiede liegen allein in der Ausführlichkeit, nicht in der Tonalität.
