01Dramatisierungsgrad der Wetterberichterstattung
Der Standard und die OÖ Nachrichten beschreiben das Wetter mit nüchternen Begriffen wie 'wechselhaft und kühl'. Die Kleine Zeitung nennt die Gewitterfront zwar 'gefährlich', bleibt aber sachlich. Demgegenüber greifen oe24, Heute und eXXpress konsequent zu Alarmvokabular: 'Sintflut-Regen', 'Gewitter-Alarm', 'Wetter-Wahnsinn' und 'Unwetter-Walze' prägen die Schlagzeilen. Die Presse und Servus TV nehmen im rechten Lager eine sachlichere Position ein, während der Boulevard-Anteil des rechten Spektrums den Dramatisierungsgrad deutlich nach oben zieht.
02Internationale vs. lokale Themenauswahl
Der Standard berichtet neben dem Österreich-Wetter ausführlich über 89 Unwettertote in Indien, einen Selbstmordanschlag in Pakistan und die Tötung von Pastoren in Indien. Die Presse greift diese internationalen Meldungen ebenfalls auf. Hingegen konzentriert sich der Großteil der rechten Boulevard-Medien — oe24, Heute, eXXpress, Servus TV — fast ausschließlich auf das österreichische Wettergeschehen, ohne internationale Bezüge herzustellen.
03Lokale Schadensmeldungen und Personalisierung
Heute berichtet konkret über lokale Schäden, etwa 'zerdrückte Autos' in Döbling und blockierte Fahrbahnen durch umgestürzte Bäume, und personalisiert damit das Wettergeschehen für die Leserschaft. oe24 liefert ebenfalls mehrere Einzelmeldungen zu Wien und Niederösterreich. Der Standard und die Mitte-Medien hingegen bleiben auf der allgemeinen Prognose-Ebene und verzichten weitgehend auf Schilderungen konkreter Schadensereignisse.
