01Gewichtung der Pleitegründe
Der ORF hebt hohe Kosten und fehlenden Absatz als Duo hervor und nennt die Quote 'fast jede zweite', während Gründerfehler im Snippet nicht vorkommen. Die OÖ Nachrichten dagegen stellen hohe Kosten und Gründerfehler paritätisch als 'dominierend' nebeneinander dar, was eine ausgewogenere Ursachenattribution signalisiert. Kronen Zeitung und Trend folgen diesem ausgewogenen Muster, wobei die Kronen Zeitung zusätzlich die 'kriselnde Wirtschaft' als übergeordneter Kontext einführt.
02Kontextualisierung durch Makrofaktoren
ORF und OÖ Nachrichten verweisen explizit auf 'wirtschaftliche Belastungen der vergangenen Jahre' als Rahmen, was Kosteninflation als strukturelles, zeitgebundenes Problem rahmt. Die Kronen Zeitung ergänzt um 'kriselnde Wirtschaft' als aktuellen Zustand, bleibt aber vager in der historischen Verortung. Trend verzichtet auf Makrokontext ganz und listet die Gründe faktisch auf. Damit entsteht ein gradueller Unterschied: Links-Mitte fokussieren auf Bedingungen (hohe Kosten als Systemfaktor), Rechts eher auf Verhalten (Gründerfehler als Unternehmersverantwortung).
03Regionalisierung und Exemplifizierung
ORF nennt konkrete Burgenland-Zahlen (164 Pleiten), OÖ Nachrichten verweist auf Oberösterreich-Parallelität zur Bundestrends, während Kronen Zeitung und Trend rein nationale Aggregatdaten (3.800 Pleiten) präsentieren. Diese Regionalisierung bei Links-Mitte-Outlets suggeriert dezentrale Relevanz und lokale Betroffenheit; die nationale Fokussierung bei Boulevard und Wirtschaftsliberalen wirkt abstrahierender und weniger zugespitzt.
