01Schwerpunkt: Schadensausmaß vs. Resozialisierung
Der Standard und ORF strukturieren ihre Berichterstattung um das Geständnis und die Resozialisierungsmaßnahmen, nennen die Altersangaben und betonen die psychotherapeutischen Auflagen. Kurier und OÖ Nachrichten hingegen führen mit der Quantität der Brände (18) und dem materiellen Schaden (Übergriff auf Fassaden, Balkone) in den Vordergrund; sie rahmen das Ereignis als Serie, die "die Berufsfeuerwehr auf Trab hielt" (OÖ Nachrichten). Links-Outlets deeskalieren durch Fokus auf Therapie, Mitte-Outlets dramatisieren durch Schadenszahlen.
02Täter-Charakterisierung: Protagonistinnen vs. Täterin-Bande
Der Standard nennt die Täterinnen "im Alter von 18 bzw. 19 Jahren" und hebt ihre Geständigkeit hervor — eine individualisierte, eher milderungsfähige Darstellung. Kurier und OÖ Nachrichten sprechen von einer "weiblichen Bande" oder "Feuerteufel 1040"-Bande mit organisiertem Charakter; die OÖ Nachrichten erwähnen zusätzlich ein "verliebtes Paar", was Gruppendynamik andeutet. Der Banden-Framing bei Mitte-Medien suggeriert organisierte Struktur, während Links-Medien eher von jungen Täterinnen sprechen.
03Kontextualisierung: Psyche vs. Kriminalität
Der Standard expliziert die Verpflichtung zu Psychotherapie und psychiatrischer Behandlung als Kern des Urteils und deutet damit auf psychische Faktoren hin. Die Mitte-Medien nennen diese Maßnahmen nicht oder nur nebenbei; sie konzentrieren sich auf die Taten selbst und deren Auswirkungen (Einsatzbelastung, Sachschaden). Links-Rahmen suggerieren krankheitsorientierte Perspektive, Mitte-Rahmen betonen Strafvollzug und öffentliche Sicherheit.
