01Fokus der Berichterstattung
Standard und ORF legen den Schwerpunkt auf die konkreten Punktewerte und die sozialpolitische Logik dahinter — etwa 80 Punkte für Alleinerziehende oder die stärkere Gewichtung von Notlagen. Kurier und Die Presse folgen einem ähnlich erklärenden Ansatz, bleiben aber stärker an der Oberfläche des Mechanismus. Heute berichtet ebenfalls informativ, während oe24 im Kontrast dazu die Reform nicht als Lösung, sondern als Reaktion auf eine sich verschärfende Wohnungsnot rahmt.
02Tonalität
Die Mehrheit der Medien — darunter Standard, ORF, Kurier und Die Presse — berichtet in nüchternem, erläuterndem Ton ohne erkennbare Wertung. Heute ergänzt die Berichterstattung durch einen separaten Artikel über einen neuen Gemeindebau, was die Reform implizit als Teil einer aktiven Wohnungspolitik positioniert. Demgegenüber setzt oe24 mit dem Frame 'Wohnungsnot verschärft sich weiter' einen pessimistischeren Grundton, der die Reform nicht primär als Fortschritt darstellt.
03Kontextualisierung
ORF und Standard betonen die politische Einbettung — Landtagsbeschluss, Anmeldebeginn 14. Juli — und liefern damit einen administrativen Zeitrahmen. Kurier erklärt das Bonussystem auch für Nicht-Gemeindebauwohnungen und erweitert so den Anwendungskontext. Die Presse nennt explizit Bedarfsgruppen wie Gewaltopfer und Pflegebedürftige. oe24 verzichtet hingegen auf eine detaillierte Erklärung des Punktesystems und kontextualisiert stattdessen im Rahmen der allgemeinen Wiener Wohnungsmarktsituation.
